Dublin - what's the craic?

Ich habe 4 Monate in Dublin verbracht, angefangen mit einem 2-wöchigen Sprachkurs und dann dem anschließenden Praktikum an einer Grundschule. Insgesamt kann ich nur sagen, dass wirklich alles, von der Sprachschule, über die Arbeit bis zu meiner Gastfamilie, so ziemlich perfekt war. Hängt vielleicht mit dem Glück der Iren zusammen...

Natürlich war ich erstmal ziemlich aufgeregt, als ich im Flugzeug saß. Es war mein erster längerer Auslandsaufenthalt alleine und man fliegt ja nicht alle Tage in eine fremde Stadt, um bei Leuten zu wohnen, die man noch nie zuvor im Leben gesehen hat.

Doch als ich schließlich vor der Haustür meiner Gastfamilie stand, ging dann alles ganz schnell: Ich wurde sehr freundlich empfangen und alle waren locker und offenherzig. Nachdem ich kurz Zeit hatte, mich mehr oder weniger einzurichten, begann der nächste Morgen dann etwas stressig, da ich mich prompt in der City, auf der Suche nach der Sprachschule, verlaufen hatte.

Da die Iren aber glücklicherweise ein sehr liebes und hilfsbereites Volk sind, wurde mir sofort und so gut es eben ging geholfen, sodass ich letztendlich doch an der Sprachschule ankam (wenn auch eine halbe Stunde zu spät).

An der Sprachschule angekommen, habe ich dann auch schnell Anschluss gefunden. Meine Klasse war international zusammengewürfelt und wir hatten eine Menge Spaß im Unterricht als auch nach der Schule, wenn wir die Stadt abgelaufen sind oder an anderen Freizeitprogrammen teilgenommen haben.

Nach den 2 Wochen in der Sprachschule bin ich dann ins Praktikum gewechselt. Ich habe in einer kleinen Schule gearbeitet, wo ich Kinder von 5-7 Jahren betreut habe. Alle waren super nett und hilfsbereit und ich habe mich sofort als Teil des Teams gefühlt und wurde in alles mit eingebunden.

Obwohl ich zuvor keine nennenswerten Erfahrungen in Sachen Kinderbetreuung hatte, durfte ich anspruchsvolle Aufgaben übernehmen und hatte die Chance, Zeit in jeder der Klassen zu verbringen. Dort habe ich dann Lehrer und Schüler gleichermaßen unterstützt und an der täglichen Stationsarbeit für die Jüngeren mitgeholfen. Nach 4 Monaten konnte ich dann jedes Kind beim Namen rufen und es hatte sich eine echte Bindung zu den Kindern wie auch zu meinen Kolleginnen entwickelt.

Auch mit meiner Gastfamilie lief alles super. Ich wurde wie ein echtes Familienmitglied behandelt und überall mit einbezogen, sei es der 21. Geburtstag meines Gastbruders oder die Pflege unserer neuen Welpen gewesen.

Abseits von Gastfamilie und Arbeit, habe ich viel Zeit mit meinen Freunden verbracht, die von überall auf der Welt in Dublin zusammenkommen ( geht man alleine nach Templebar, kommt man nicht alleine wieder raus!).

Zusammen haben wir dann haufenweise Ausflüge unternommen, sodass ich nach 4 Monaten sagen kann, dass es nichts mehr in Irland gibt, was ich nicht gesehen habe.

Ein Highlight war definitiv der Giants causeway in Nordirland, mit seinen einzigartig geformten Säulen aus Basaltstein.

Und auch die Cliffs of Moher, als typisches Touristenziel, sind nicht umsonst so bekannt!

Zum Schluss konnte ich mich auch nach all der Zeit, die ich in Dublin verbracht habe, nicht von dem Anblick des LIffeys bei Nacht losreißen, wenn alle Brücken in den unterschiedlichsten Farben beleuchtet werden.

Alles in allem bin ich wirklich froh, dass ich mich damals getraut habe, diese Reise anzutreten und es war definitiv eine meiner besten Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe. Ich habe so viele tolle und interesannte Menschen kennengelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ich nicht mehr missen will!

 

Mise le Meas!