Spanisch Aufbessern in Mexiko

Zwei Wochen Sprachkurs in Playa del Carmen zwischen Touri-Partymeile, Strand und mexikanischem Essen. Hier ist für jeden was dabei und nach Spaß braucht hier nicht gesucht werden.

Ich wollte gern mein Spanisch etwas auffrischen und bekam von meiner Arbeitsstelle in Deutschlad die Möglichkeit zwei Wochen Bildungsurlaub dafür zu nehmen. Dankend konnte ich diese zwei Wochen an meinen "normalen" Urlaub anhängen. Somit lohnte sich der lange und nicht all zu günstige Flug nach Mexiko.

Nachdem ich ein paar Wochen Yucatan und Umgebung mir angesehen hatte, begann am 8. Oktober mein Sprachkurs in der Schule Don Quijote in Playa del Carmen. Nicht nur fiel meine Auswahl auf diese Schule, wegen der Möglichkeit dort den Kurs als 'Bildungsurlaub' anerkennen zu lassen. Sondern auch weil ich gern in der Nähe vom Stand untergebracht sein wollte.

Eine gute Wahl!

 

Am ersten Schultag sollte man um 8:00 Uhr in der Schule erscheinen um den Einstufungstest zu machen und seine Unterrichtsmaterialien zu erhalten. Der Einstufungstest bestand aus Lückentexten, welche mit Verben unterschiedlicher Zeitformen ausgefüllt werden sollten.

Mir viel das nicht besonders leicht, da ich zwar schon viel Spracherfahrung durch das Reisen in spanischsprachigen Ländern hatte, die Aufforderung 'Nutzen Sie hier im Text das Subjuntivo' mir jedoch nicht viel sagte. Ohne Beispielsätze wusste ich einfach nichts mit den Modi anzufangen.

Dem entsprechend fiel der Test nicht besonders gut aus und ich wurde in die Gruppe mit dem Level A1 eingestuft.

Nach der zeremoniellen Begrüßung auf dem Innenhof und der Vorstellung aller Studenten, wurden die Gruppen den Lehrern zugewiesen.

Man bekam einen Wilkommensorder mit Informationen zu der Schule und angebotenen Veranstaltungen und Exkursionen.

Das Unterrichtsmaterial konnte gegen einen Pfand von 500 Pesos (ca. 30€) ausgeliehen werden.

Der Unterricht fand im freien statt. Die Räume bestanden aus mit Stroh bedeckten kleinen Bungalows. Maximal 9 Studenten waren in einem Klassenraum.

Am zweiten Tag bat ich darum die Gruppe bzw. das Level zu wechseln, da mir der Unterricht doch etwas zu leicht erschien. Dachdem ich eine extra Hausarbeit angefertigt hatte um mein 'Können' unter Beweis zu stellen, durfte ich am dritten Tag in eine andere Gruppe wechseln.

Nun konnte ich das Ende von Level A2 abschließen. Auch dies viel mir nicht besonders schwer. Allerdings hatte ich dort das Gefühl neben den Übungen auch noch etwas hinzu zu lernen. Außerdem fühlte ich mich mit den Studenten und vor Allem mit der Lehrkraft sehr wohl.

Der Unterricht ging immer für Alle von 9 bis 13 Uhr. Mittags um 11 Uhr gab es immer eine Pause. In der Cafeteria konnte man für wenig Geld ein Frühstück/Brunch bekommen und der erste Kaffee am Tag war kostenlos

Für Studenten, die mehr als die vier Stunden pro Tag gebucht hatten, gab es noch eine Stunde länger. Diese bestand aus einer 'Communicatio-Class' welche in sehr sehr kleinen Gruppen dh. zu zweit oder auch ganz allein mit dem Lehrer durchgeführt wurde. Hierbei ging es lediglich um die Kommunikation mit dem Lehrer.

Jeden Freitag wurde ein Test geschrieben um sicherzustellen, dass alle Studenten das Thema der Woche verstanden hatten um in der nächsten Woche weiterhin in der Klasse zu bleiben. Oder aber die Stufe zu wiederholen.

Des Weiteren gab es jeden Freitag für die Studenten, welche ihren letzten Tag hatten die Übergabe des Zeugnisses. Diese Zeremonie wurde mit einer Dankensrede der Schulleitung und eines Gruppenfotos abgeschlossen. Auch die jeweiligen Studenten wurden gebeten eine kleine Rede zuhalten.

Rund um kann ich die Schule sehr empfehlen. Die Lage und die Freizeitangebote sind super (auch wenn die Ausflüge teilweise sehr teuer waren). Die Lehrer sind kompetent und in den kleinen Gruppen lernt man sehr schnell.

Viele Studenten bleiben mehrere Monate. Ich wünschte ich hätte auch so viel Zeit gehabt.