Bonjour les amis - Grüße aus Lyon

Reportage von

Mein Name ist Sergej Rjasanow. Ich komme aus der ehemaligen Sowjetunion,
und meine Muttersprache ist Russisch. In der Schule habe ich Englisch gelernt. Seit 1981 lebe ich mit meiner Familie in Deutschland. Ich bin Mathematiker und habe Mathematik in deutscher Sprache an den Universitäten in Chemnitz, Kaiserslautern und Saarbrücken, das an der französischen Grenze liegt, unterrichtet. Während meiner beruflichen Zeit habe ich oft englisch gesprochen. Seit 30 Jahren verbringen meine Frau und ich unsere Freizeit in Schweden, weshalb wir auch schwedisch sprechen. Seit Kurzem bin ich Seniorprofessor und habe etwas mehr Zeit, um meine leider schwachen Französischkenntnisse zu verbessern. Als Anfang haben meine Frau und ich einen zweiwöchigen Französisch-Sprachkurs in Lyon gewählt, der uns über GLS vermittelt wurde.
Der Sprachkurs hat uns gefallen, war aber leider zu kurz. Frankreich ist wunderschön, sehr vielfältig und liegt für uns praktisch vor der Tür. Straßburg, Metz, Nancy und Paris sind jeweils in wenigen Stunden erreichbar. Wir werden das Französischlernen sicherlich fortsetzen.

Die Sprachschule „Lyon bleu international” liegt im Zentrum von Lyon in der Nähe des wunderschönen „Parc de la Tête d'Or“ in dem sich auch ein Zoo und ein botanischer Garten befindet. Über die Brücke „Pond Morand“ gelangt man ins historische Zentrum „Vieux Lyon“ der Stadt.

Unsere A1-Gruppe mit 15 Teilnehmern war zwar zu groß, dafür aber sehr vielfältig. Die Teilnehmer kamen aus 13 verschiedenen Ländern der Erde.
Das weltweite Interesse an der französischen Sprache ist bemerkenswert.

In der Sprachschule beim Vorstellen einer Gruppenarbeit. An der Tafel stehen gerade Teilnehmer aus Australien, Lesoto und Japan.

Ich befinde mich vor dem kunstvoll geschmiedeten Tor des Haupteingangs zum Parc de la Tête d'Or.

Je suis dans le parc de la Tête d'Or.

Bei herrlichem Wetter hatten wir von einer Mauer im hoch gelegenen Stadtteil Croix Rousse einen weiten Blick auf Lyon und sogar auf die Alpen mit dem Mont Blanc.

An einem Abend am Ufer der Rhône: Das ehemalige Krankenhaus wurde im Jahr 1184 direkt an der Rhône erbaut und ist heute ein Luxushotel namens „InterContinental Hôtel-Dieu”.

Mit einem neuen Hut (un chapeau beige), da es in Lyon schon kühl war, vor der Kathedrale St. Dieu von Lyon.

In einer Vorstellung „Guignol et Les trois dragons“ des Puppentheaters „Théâtre La Maison de Guignol“ haben wir erlebt, wie die Bösen dem weltberühmten Koch Paul Bocuse erfolgreich eine tote Ratte in die Suppe legten. Als Gegenpol gab es in der Vorführung auch drei liebe Drachen. Die Kinder im Zuschauersaal haben sich amüsiert.

Im „Underground“ der Oper von Lyon, in dem das gesamte Interior in schwarz gehalten ist (meine Frau trägt passend dazu un chapeau noir), besuchten wir einen Konzertabend mit historischen französischen Chansons.

In einem Antiquitätenladen in Lyon.

Frankreich ohne kulinarischen Genuss ist unvorstellbar. Wir haben uns typische Köstlichkeiten auf der Zunge zergehen lassen.

Auf dem Rückweg nach Hause in die Pfalz haben wir einen kurzen Zwischenstopp in der Jugendstilstadt Nancy (Lothringen) eingelegt. Meine liebe Frau trägt diesmal einen französischen roten Hut (un chapeau rouge).