Do it for yourself

Reportage von

Mein Zuhause für zwei Wochen

es war eine intensive, wunderschöne Zeit mit vielen italienischen Eindrücken. Gleichzeitig war es auch ein bisschen eine Reise zu mir selbst, eine gute Möglichkeit, um mich selbst besser kennenzulernen.

In dem Stadtviertel vom parco del Museo Stibbert habe ich gewohnt. Es war weniger touristisch als das Zentrum und dank der Tipps der lieben "Donna della casa" fand ich mich gut und schnell zurecht.

 

Mein Lieblingsort in Firenze "Libraria Odeon". Ein magischer Ort mitten in der quirligen Innenstadt. Vor meiner Prüfung saß ich hier, um mich darauf vorzubereiten. Aber auch sonst ist ein schöner Ort, an dem man Stunden verbringen kann.

Natürlich habe ich auch viel Sightseeing gemacht. Das Schönste daran, mit LinugaViva länger an einem Ort zu leben, ist allerdings, dass man ganz gemütlich die Stadt erkunden kann. Nicht selten habe ich mich einfach treiben lassen, mich in dieser schönen Stadt absichtlich ein bisschen verlaufen, dadurch ganz spontan die schönsten Orte entdeckt und nette, lustige Menschen kennengelernt. Der Ausblick hier ist von einem etwas versteckten Café, welches sich mitten in einer Bücherei befindet. Dort lernte ich zwei Italiener kennen, die in Firenze leben. Deshalb ist dieses Café für mich ein schöner Ort, um Locals zu treffen und so das authentische Firenze kennenzulernen.

Mein absolutes Lieblingsristorante in Firenze: La Trattoria La CasaLinga. 

Die drei Gänge Menüs sind perfekt, um mit neuen Leuten zusammen die kulinarische Seite Italiens kennenzulernen.

In der Sprachschule lernten ich viele nette Leute kennen. Es gab auch verschiedene Freizeitangebote von der Schule, z.B. um gemeinsam einen Aperatif zu trinken, so wie hier aus den berühmten Weinfenstern in Firenze. Mit dem sehr abwechslungsreichen und lustigen Unterricht fühlte ich mich von Tag eins wie zuhause. Und nach dem Unterricht blieb noch viel Zeit Stadt und Leute kennenzulernen. Ich würde es definitiv genauso wieder buchen.

Firenze ist für mich auch der beste Ausgangspunkt für kleine Reisetrips, zB mit dem Zug ab in die Toskana. Es war so beeindruckend dort zu sein und all das mit eigenen Augen zu sehen! Dank der Lehrer von meiner Sprachschule, den anderen Mitschülern und meiner Vermieterin habe ich viele Tipps bekommen, wo es schöne Ausflugsziele gibt. Es war jedes Mal ein wunderschönes, kleines Abenteuer!

Als ich den Giardino dell'orticolturo das erste Mal besuchte, fand dort ein kreatives Maltreffen statt. Mit italienischer Musik, die aus eine Café ertönte, ein unvergesslich entspannter Nachmittag. Am Abend des San Giovanni Festes saß ich mit meiner Mitbewohnerin genau hier, um, umgebe von ca. 50 anderen Italienern, ein Feuerwerk anzuschauen. Die bewundernden Oh und Ah Rufe und das anerkennende Beifallklatschen nach jedem besonders schönen Feuerwerk, werde ich so schnell nicht vergessen.

Auf Italienisch sagt man "in bocca al lupo - crepi il lupo", um jemanden viel Glück zu wünschen. Das konnte ich bei der B1 Prüfung auf jeden Fall gut gebrauchen. Wir wurden in kurzer Zeit sehr gut darauf vorbereitet, trotzdem war es ein anspruchsvoller Test. Insgesamt fand ich den Unterricht hier sehr gut. Es herrschte eine lockere Stimmung und gleichzeitig gab es fordernde Aufgaben, wodurch man sein neu erworbenes Wissen gleich unter Beweis stellen konnte. Genau die Herausforderung, die ich gebraucht habe, um leichter im Alltag Italienisch zu sprechen, ohne Angst davor zu haben, Fehler zu machen.

Das Essen und der Umgang damit, ist hier wirklich etwas Besonderes. Wenn ich noch länger dort gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich einen Kochkurs besucht. In der Zeit wo ich hier war, fand ich viele leckere Restaurants und Streetfood-Orte. Ein großes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle auch an meine Vermieterin richten. Grazie Anto!  Ich habe meine Unterkunft mit Essen gebucht und es war jedes Mal ein sehr schönes und leckeres Beisammensein. Sie hat unsere Essenswünsche immer Ernst genommen und aus einfachen Zutaten jedes Mal etwas gezaubert.

Wer Kunst liebt - so wie ich -  denke ich, ist in Firenze eindeutig richtig. Es ist einfach unglaublich, was andere Menschen früher und heute nur mit Pinsel und Farbe erschaffen können. Besuche in Museen und in Kunstaustellungen sind daher meiner Meinung nach ein Muss. Danach habe ich die Stadt nochmal mit ganz anderen Augen gesehen. 

Auch wenn Firenze eine überschaubare Größe hat, ist sie für mich der perfekte Ort für eine Sprachreise. In den unzähligen Gassen, Geschäften und Lokalen kann man so viel entdecken. Mit viel Freude und ein bisschen Wehmut blicke ich nun zurück auf eine sehr entspannte und gleichzeitig aufregende Zeit in Italien. Meine erste Sprachreise war ein voller Erfolg. Es hat so viel Spaß gemacht und ich konnte mein Sprachniveau auf jeden Fall verbessern. Außerdem habe ich ein paar Menschen in kurzer Zeit so sehr ins Herz geschlossen, dass mir der Abschied tatsächlich schwer fiel. Wer also abseits vom Touristenstrom Orte im Ausland erkunden will, dem kann ich eine Sprachreise nur ans Herz legen.