Mein Name ist Kerstin Rjasanowa. Seit Kurzem bin ich pensioniert und habe beschlossen, meine Französisch-Kenntnisse, die ich vor mehr als 50 Jahren in der Schule erworben habe, zu reaktivieren und dabei als Einstieg einen zweiwöchigen Französisch-Sprachkurs - zusammen mit meinem Mann - im schönen Lyon zu nutzen. Der Sprachkurs hat uns gefallen und ermuntert, so viel wie möglich französisch zu sprechen, auch bei unseren Erkundungen in der herrlichen Stadt. Gleichzeitig denke ich, dass es nicht der letzte Sprachkurs in Frankreich gewesen sein wird - die Sprache ist schwierig, aber schön, und das Land ist groß und hat viele bemerkenswerte Städte, die es lohnt, sie kennenzulernen.
Die Sprachschule "Lyon bleu international" befindet sich im Zentrum von Lyon unweit vom Parc de la Tête d’Or und vom Stadtviertel Croix Rousse, dass steil oben auf einem Berg zwischen Rhone und Saône liegt. An den Vormittagen fand der Sprachunterricht statt, der die volle Konzentration erforderte. Die 15 Teilnehmer unseres Kurses kamen aus aller Herren Länder. Es war sehr interessant, sich kennenzulernen und miteinander auszutauschen. Die Nachmittage nutzen mein Mann und ich, um die Stadt per pedes zu erforschen und die vielen Sehenswürdigkeiten in uns aufzunehmen.
In der Sprachschule beim Vorstellen eines imaginären Kulturprogrammes - natürlich in Französisch.
Botanischer Garten mit Orangerie im Parc de la Tête d’Or .
Blick vom Stadtviertel Croix Rousse auf die Stadt. In der Nähe des Rundbaus (Radisson-Hotel) haben wir gewohnt.
Der Brunnen der Jakobiner, zwischen Rhône und Saône gelegen
In der Stadt auf einem der vielen Plätze.
Im bekannten Puppentheater "Le théâtre La Maison de Guignol " hinter den Kulissen, die wir nach der Vorstellung besichtigen durften. Leider haben wir nicht alles verstanden, die französischen Kinder haben auf jeden Fall begeistert zugehört und mit gefiebert!
In der Oper vor dem Beginn eines Chanson-Abends. Die Oper wird nicht oft zu tatsächlichen Opernvorstellungen genutzt, sondern bietet Künstlern unterschiedlicher Genres die Möglichkeit, ihre Darbietungen zu präsentieren. Das Gebäude wurde 1989 vollständig umgebaut und überrascht mit einem völlig schwarz gestalteten, sehr beeindruckenden Inneren.
Die französische Küche ist weltberühmt, und aus Lyon stammt der legendäre Koch Paul Bocuse, auf dessen Spuren man in Lyon wandelt. Natürlich haben auch wir uns kulinarische Genüsse nicht entgehen lassen, zum Beispiel das Buffet Part Dieu.
Am letzten Tag des Sprachkurses probierten wir ein für Lyon typisches Restaurant aus: "Bouchon des Artistes" und waren hell begeistert von der in Szene gesetzten "hausmännischen Kost", sehr fein zubereitet.
Auch hier typische Köstlichkeiten - Baguette mit Käse und pain au chocolat, diesmal zum Frühstück in der "La résidence les estudines Saint-Nicolas", die für den Aufenthalt in Lyon unser Domizil war. Wir bewohnten ein auf das Notwendige beschränktes Studio für zwei Personen, sehr praktisch für den Sprachkurs. Der Weg zur Sprachschule, ca. 4 km - natürlich per pedes - nahm hin und zurück jeweils ca. 45 min in Anspruch und führte an der Uferpromenade der Rhône entlang.
Am Rhône- Ufer, erschöpft von den vielen Vokabeln?
Den Aufenthalt in Lyon werde ich in bester Erinnerung behalten. In Deutschland wohnen wir nicht allzu weit von der Grenze zu Frankreich entfernt, so dass sich hin und wieder die Gelegenheit ergibt, französisch zu sprechen, einzukaufen und schön essen zu gehen. Und es folgt ganz bestimmt noch ein Sprachkurs, vielleicht auch zwei oder drei?