Russisch gehört hierzulande nach Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch zu den beliebtesten Fremdsprachen. Und das aus gutem Grund: Auf der Liste der meist gesprochenen Sprachen der Welt belegt Russisch den 7. Platz.
Hallo! Mein Name ist Janine Herrmann und ich arbeite bei GLS in der Abteilung für Sprachreisen. Im Mai habe ich eine kleine Rundreise gemacht und unsere Partnerschulen in Russland und Lettland besucht. Dabei stellte sich der Wonnemonat als wunderbare Reisezeit heraus, denn es war angenehm mild und alles erblühte bei strahlendem Sonnenschein.
Von Berlin aus ging es für mich als erstes nach Moskau. Der Direktflug dauerte gerade einmal 2,5 Stunden. Da Moskau in einer anderen Zeitzone liegt, musste ich nach der Ankunft meine Uhr um eine Stunde vorstellen. Wer ganz viel Zeit und Ausdauer mitbringt, kann auch mit dem Zug anreisen. Das dauert von Berlin aus zwar gute 36 Stunden, mit Zwischenstopps in Warschau, Brest und Minsk. Aber dafür kommt man direkt am internationalen Weißrussischen Bahnhof ("Moskva Belorusskaja", Bild oben) an. Von hier aus ist es dann auch nicht mehr weit zur Sprachschule, lediglich 550 Meter.
Als ich an der Schule ankam, war ich überrascht, dass sie auf einem umzäunten Gelände ist und ich erst einmal an einem Wachposten vorbei musste. Das machte dann jedoch alles Sinn als ich erfuhr, dass das Gebäude dem russischen Außenministerium gehört und viele der Büros von ausländischen Diplomaten und internationalen Pressekorrespondenten genutzt werden. Die Räumlichkeiten der Schule befinden sich im Erdgeschoss. Den Eingang erkennt man auf dem Bild oben.
In der Schule gibt es insgesamt 11 Unterrichtsräume sowie eine kleine Küche und Bibliothek. Kostenloses WLAN steht für alle Schüler zur Verfügung. Die Schule hat ihre eigenen Lehrbücher, alle Kurse basieren auf kommunikativen Ansätzen und kombinieren das Erlernen von üblichen Formulierungen aus Alltagssituationen mit der Vermittlung von passenden Grammatik-Strukturen.
Moskau ist das politische und wirtschaftliche Zentrum Russlands und mit über 12 Millionen Einwohnern die größte Stadt Europas. Weltberühmt sind natürlich der Rote Platz und die Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale und hierhin ging unser erster Ausflug. Begleitet wurden wir vom Inhaber und Mitbegründer der Schule, man erkennt ihn auf dem unteren Bild rechts neben mir. Auch für alle neu angekommenen Sprachschüler wird immer zu Beginn einer jeden Woche eine kostenfreie Stadtführung angeboten.
Der älteste Teil Moskaus und ein absolutes Muss für jeden Touristen ist der Kreml. Neben den Regierungsgebäuden gibt es im Machtzentrum Russlands außerdem noch Paläste, Kathedralen und die schwerste Glocke der Welt zu besichtigen. Mein Highlight war aber der Rundgang durch die Säle der Rüstkammer, in welchen u.a. prunkvolle Paradekutschen aus dem 17. und 18. Jahrhundert ausgestellt sind sowie Kleider und Gewänder von Katharina der Großen und anderen Kaiserinnen.
Ja, Moskau kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken und jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen. Neben gläsernen Wolkenkratzern prägen vor allem die mächtigen "Sieben Schwestern" die Skyline Moskaus. Das sind 7 recht ähnliche Hochhäuser, die im typischen Zuckerbäckerstil in den letzten 10 Jahren der Stalin-Herrschaft erbaut wurden.
Von Moskau ging es für mich als nächstes weiter nach St. Petersburg. Ich bin mit dem Zug vom Leningradsky Bahnhof gestartet, das Bild oben entstand vor dem Haupteingang und mit diesem Blick verabschiedete ich mich aus Russlands Hauptstadt. Die Fahrt hat ca. 3 Stunden und 45 Minuten gedauert und war ähnlich komfortabel wie im ICE.
In St. Petersburg kam ich am späten Abend an und die Straßen und Häuser sahen auf dem ersten Blick und in den Lichtern der Dämmerung so ganz anders aus als in Moskau. Und St. Petersburg ist wahrlich eine ganz andere Stadt. Das merkt man schon allein an der Stadtgeschichte: St. Petersburg wurde erst 1703 gegründet - ist also noch eine recht junge Stadt.
Peter der Große gründete die Stadt mit dem Ziel, St. Petersburg zur russischen Hauptstadt zu machen und ein Tor zum Westen an der Ostsee zu schaffen. Weil der Zar ein Bewunderer Hollands war, ließ er die Stadt gezielt nach dem Vorbild Amsterdams planen und nach einem strengen Bauplan errichten. Wegen der vielen Brücken und Kanäle nennt man St. Petersburg aber auch das "Venedig des Nordens", insgesamt gibt es in der Stadt 68 Flüsse und Kanäle.
Der historische Kern von St. Petersburg ist die auf einer Insel gelegene Peter-Paul-Festung mit der Peter-Paul-Kathedrale (Bild oben). Hier befindet sich das Grab des Zaren Peter des Großen. Seit 1991 zählt das Ursprungszentrum von St. Petersburg zum Weltkulturerbe der UNESCO.
St. Petersburg ist nach Moskau die zweitgrößte Stadt in Russland und die nördlichste Millionenstadt der Welt. Die Sprachschule liegt an der südöstlichen Ecke des Platzes der Künste (Ploschtschad Iskusstw), zwischen der Ladengalerie Passash und der Philharmonie. Zur nächsten Metrostation (Newski Prospekt/Gostiny Dwor) läuft man ca. fünf Minuten.
Die Klassenzimmer befinden sich in der 1. Etage dieses frisch renovierten Gebäudes.
Insgesamt gibt es 13 moderne Unterrichtsräume, die Gruppegröße liegt wie auch in Moskau bei maximal zwölf Schülern. Zum Ende der Sprachreise erhalten alle Teilnehmer von der Schule ein Zeugnis (auf Russisch), in dem der Kurstyp, der Zeitraum, die Stundenzahl und das Sprachniveau aufgeführt werden.
Das Büro unserer Ansprechpartner sowie der Betreuer liegt direkt in der Schule. Von hier aus werden u.a. die Freizeitaktivitäten geplant und koordiniert. Wie in Moskau wird auch in St. Petersburg immer montagnachmittags eine kostenfreie Stadtführung angeboten. Außerdem können sich die Schüler Ausflügen nach Puschkin oder Gattschina anschließen, bei einem gemeinsamen Kochabend im Haus eines Lehrers das Zubereiten von Borsch lernen...
..und eine Bootstour auf der Newa mitmachen. Nach meiner Zeit in St. Petersburg ging es für mich mit dem Flieger weiter nach Lettland. Der Flug dauerte eine knappe Stunde. Über meinen Besuch bei unserer Partnerschule in Riga berichte ich in dieser Reportage.
Abschließend möchte ich noch ein paar wichtige Fakten zum Sprachreisenprogramm nach Russland ansprechen:
- Für die Einreise nach Russland ist ein Touristen- oder Studienvisum erfolderlich. Mehr dazu hier (bitte etwas nach unten scrollen).
- Es besteht eine Anmeldepflicht nach der Einreise, alle Visa müssen registriert werden. Dies übernimmt als einladende Institution die Sprachschule für unsere Teilnehmer. Deshalb müssen alle Schüler ihren Pass und die Immigrationskarte am ersten Schultag mitbringen.
- Teilnehmer am Anfängerkurs sollten bereits mit dem kyrillischen Alphabet vertraut sein.
- Eingeschriebene Universitätsstudenten, die einen Intensiv-Sprachkurs belegen, können übertragbare Leistungspunkte oder Credits erhalten. Das Anerkennungsverfahren muss jedoch vorher mit dem Auslandsstudienberater der heimischen Uni geklärt werden.
- GLS vermittelt in Russland auch Praktikumsplätze, für Teilnehmer ab 21 Jahre mit Russischkenntnissen auf dem Niveau B1 oder höher. Dieses Programm ist eine tolle Gelegenheit, um Arbeitserfahrungen bei einer Gast-Firma in Moskau oder St. Petersburg zu sammeln und eine Bereicherung für jeden Lebenslauf. Diese Branchen werden angeboten.
Für die Klärung weiterer Fragen oder die Erstellung eines Angebotes stehe ich gerne zur Verfügung.
Meine Kontaktdaten: (030) 780089-64 | janine.herrmann@gls-sprachenzentrum.de