Sprachreise nach Nizza

Reportage von

Französisch lernen in der mediterranen Hafenstadt an der Côte d'Azur.

Mein Name ist Janine  und ich arbeite bei GLS in der Abteilung für Sprachreisen. Im Oktober diesen Jahres flog ich für einen Kurzurlaub an die französische Riviera, um vor dem Winter noch etwas Sonne zu tanken und mir Nizza anzugucken. Bei der Gelegenheit habe ich auch der Sprachschule in Nizza, mit der wir kooperieren, einen Besuch abgestattet.

Obwohl ich zum ersten Mal in der Stadt war, konnte ich mich von Anfang an sehr gut zurechtfinden. Am Flughafen angekommen, ging es mit der Buslinie 98 für € 6 in die Innenstadt.

 

Die Fahrt dauert ca. 20-30 Minuten und führt direkt am Strand und der berühmten "Promenade des Anglais" entlang. Endstation war für mich der Place Masséna, der das Herzstück und touristische Zentrum der Stadt bildet.

Der schwarz-weiß gepflasterte Place Masséna liegt zwischen der Altstadt und der Neustadt und gleich oberhalb der Strandpromenade. Zwischen den herrschaftlichen Gebäuden mit ihren roten Fassaden und den Arkadenbögen aus dem 17. Jahrhundert befinden sich Cafés und viele Geschäfte, darunter auch Frankreichs berühmtestes Kaufhaus, Galeries Lafayette. Direkt daneben hatte ich meine Unterkunft.

Von hier aus machte ich mich dann auf zur Sprachschule. Im Grunde musste ich nur die Einkaufsstraße Avenue Jean Médecin 5 Minuten Richtung Norden entlang laufen und dann links in die Rue Paul Déroulède einbiegen.

Et voilà: Schon war ich angekommen. Die Sprachschule befindet sich zentral in der Rue d'Angleterre, einer sehr hübschen und ruhigen Straße mit vielen Wohnhäusern. Es handelt sich um das flache Gebäude in der Mitte auf dem Bild oben.

Drinnen wurde ich dann herzlich von unseren Ansprechpartnerinnen empfangen. Das offene Büro ist auch gleichzeitig die Rezeption der Sprachschule und somit erster Anlaufpunkt für alle Schüler.

Hier sieht man mich mit Laura, die für lange Zeit alle unsere Buchungen betreut hat. Laura stammt aus der Schweiz und kam vor vielen Jahren selbst als Sprachschülerin an diese Schule. Ihr hat es so gut in Nizza gefallen, dass sie gleich geblieben ist. Mittlerweile unterstützt sie tatkräftig das Marketing-Team der Sprachschule.

Da die Schule in einer hübschen, alten Villa residiert, wirkt alles sehr familiär und überschaubar. 

Es gibt 2 Etagen mit insgesamt 16 Klassenräumen sowie einen schuleigenen Garten.

Die Kurse bestehen aus kleinen Gruppen von ca. 5–8 Teilnehmern, maximal jedoch 10. Im Sommer, wenn sehr viel los ist, findet der Unterricht auch in einem zweiten Center in den Räumlichkeiten einer Kunstschule im Stadtteil Cimiez statt, in der Nähe der Ausgrabungsstätte Arènes Romaines mit ihren römischen Ruinen und vom Musée Matisse. 

Die Gruppenkurse legen Ihren Fokus auf die Entwicklung der französischen Grammatikkenntnisse, Erweiterung des Vokabulars, mündlicher und schriftlicher Ausdruck, Verstehen, Lektüre, Aussprache und Praxis der Schriftsprache. Im Einzelunterricht können darüber hinaus z.B. Wirtschaftsfranzösisch, Französisch für die Bereiche Jura, Tourismus oder Hotelwesen und Übersetzen/Dolmetschen thematisiert werden. Auch auf die D.E.L.F. Prüfung können sich die Schüler vorbereiten lassen. Das D.E.L.F. ist zurzeit das einzige Examen für Französisch als Fremdsprache, das offiziell vom französischen Kultusministerium anerkannt wird. Behörden und Firmen in über 150 Ländern akzeptieren das Sprachzertifikat.

Die Pausen kann man hervorragend draußen in der Sonne verbringen. Das Bild oben entstand vor dem Eingang mit Blick in den Vorhof. In nur wenigen Schritten erreicht man außerdem Geschäfte, Restaurants, Cafes und die Tram-Station Jean Médecin. Auch zum Hauptbahnhof läuft man nur 5 Minuten. Tramfahren ist in Nizza übrigens recht günstig. Im 10er Pack kostet eine Karte gerade einmal einen Euro, damit kann man dann bis zu 2 Stunden fahren. 

Nizza ist ein toller Ausgangspunkt, um Südfrankreich zu entdecken. Es ist nicht nur die größte Stadt an der Côte d’Azur, sondern liegt auch genau zwischen Antibes und Cannes im Südwesten und Monaco und der Grenze zu Italien im Nordosten. Außerdem gibt es hier viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Die Basilique Notre-Dame de Nice auf dem Bild oben ist die größte Kirche der Stadt.

Die neueste Attraktion ist die Promenade du Paillon, der schmale und 1,2 km lange Stadtpark, der die Altstadt von der Neustadt trennt. Der Park ist wunderschön und recht modern angelegt mit verschiedenen Gärten, Grünflächen, Spielplätzen, Holzbänken, Springbrunnen und Wasserspielen. 

Gleich neben dem Park liegt der Place Garibaldi, der von ockergelben Fassaden mit Arkaden umrahmt wird. Hier findet an jedem 3. Sonntag im Monat ein Flohmarkt statt.

Der Hafen von Nizza ist einer der wichtigsten Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer und hat über 500 Anlegestellen. Außerdem starten von hier täglich Fähren nach Korsika und Sardinien. Besonders schön anzusehen sind die im italienischen Stil erbauten Häuser, die das Hafenbecken umranden. 

Genau zwischen dem Hafen und der Altstadt liegt der Schlosshügel „La Colline du Château“. Der Berg war der ursprüngliche Sitz der Stadt, von hier aus breitete sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte aus. Das namensgebende Schloss mit seiner Zitadelle sucht man allerdings vergeblich. Es wurde bereits 1706 vollständig zerstört. Dennoch ist der Aufstieg für jeden Nizza-Besucher ein absolutes Muss. 

Über etwa 400 Treppenstufen erreicht man nämlich eine Aussichtsplattform und hat diesen tollen Blick auf die Stadt, die Baie des Anges (Bucht der Engel) und das glitzernde Mittelmeer.

Von hier oben aus erkennt man noch einmal gut, wie sich die schmalen Gassen durch die Altstadt schlängeln und wo dahinter die Neustadt beginnt.

Auf dem Schlosshügel gibt es zudem einen (künstlichen) Wasserfall, die Ruinen einer mittelalterlichen Festung und Kathedrale sowie einen jahrhundertealten Friedhof zu besichtigen. 

Den Wasserfall kann man sogar unten vom Strand aus sehen. ​Es ist zwar ein Steinstrand, aber man kann trotzdem in herrlich klarem Wasser baden gehen und beim malerischen Sonnenuntergang den Tag ausklingen lassen.

Die Highlights von Nizza kann man bequem und entspannt an 2-3 Tagen erkunden. Darüber hinaus gibt es noch viele Museen und den Rest der Côte d'Azur zu entdecken. Das Fürstentum Monaco erreicht man z.B. mit dem Bus 100 in einer knappen Dreiviertelstunde. Die Fahrt kostet gerade einmal €1,50.

Monaco ist nach dem Vatikan der zweitkleinste unabhängige Staat der Welt und führt auch die Spitze der am dichtesten besiedelten Länder mit an. 

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Monaco gehören der Fürstenpalast, das Ozeanographische Museum und natürlich das berühmte Casino von Monte-Carlo.

Unweit von Monaco und auf dem Rückweg nach Nizza kann man noch einen Abstecher in ein typisches provenzalisches Bergdorf machen. In Eze gibt es viele kleine mittelalterliche Gassen mit einigen Künstler- und Touristenläden. Das Highlight ist der Jardin Exotique, welcher ganz oben auf dem felsigen Hügel liegt. Man muss zwar einen Eintritt von € 6,- bezahlen, aber der lohnt sich allemal! Der Garten ist voll von Kakteen und exotischen Pflanzen, Skulpturen und malerischen Aussichtspunkten.

Nizza bietet für mich alles für einen perfekten Sprachurlaub: Eine ausgezeichnete Schule, Strand und Meer, eine internationale Umgebung, viel Kunst & Kultur und unzählige Besichtigungspunkte. Die Restaurants sind zwar teuer, aber dafür ist der Nahverkehr sehr günstig. Die Reisen können das ganze Jahr über stattfinden, denn Nizza gehört selbst in den Wintermonaten zu einer der wärmsten Städte in Frankreich. Aufgrund des vielfältigen Kursangebotes würde ich diese Reise Teilnehmer jeden Alters empfehlen. Wir bieten hier übrigens auch ein tolles 50+ Programm an - für 'Golden Agers', die Ihre Französisch-Kenntnisse unter Gleichgesinnten auffrischen möchten.

Haben Sie Fragen zu unseren Erwachsenen Sprachreisen nach Frankreich Fragen? Dann können Sie mich gerne schriftlich oder per Telefon kontaktieren: janine.herrmann@gls-sprachenzentrum.de / 030-78008964.